Wer kennt das nicht: Plötzlich gelingt es, Dinge anzupacken, auf liebgewordene Gewohnheiten zu verzichten und neue Wege zu gehen. Was ist passiert? Motivationsforscher wissen: Der Motor unserer Motivation und damit unserer Leistung sind unsere ganz persönlichen Gründe. Wer sich also zu mehr Bewegung motivieren möchte, sollte sich eine halbe Stunde Ruhe gönnen und alles notieren, was ihn zu Aktivität antreibt.
Sorgen Sie regelmäßig für Belohnung
Dabei ist es wichtig, sich seine bisherigen Gewohnheiten bewusst zu machen, um sie gegebenenfalls durch Handlungsalternativen ersetzen zu können. Fehlt beispielsweise mal die Lust, aktiv zu sein und möchte man es sich stattdessen lieber mit Chips auf dem Sofa gemütlich zu machen, können Alternativen wie Musik hören, mit einer Freundin telefonieren oder ins Kino gehen ähnlich viel Freude bringen. In diesen Momenten aktivieren die Handlungen das sogenannte Belohnungszentrum im Gehirn, sodass wir diesen Zustand als Wohltat empfinden. Motivation erleben wir dann, wenn das Belohnungszentrum aktiviert wird. Die Motivationsforschung zeigt, dass der Mensch nur diejenigen Dinge regelmäßig tut, die er mit guten Gefühlen verbindet. Um den Wechsel zu einem aktiven Lebensstil erfolgreich gestalten zu können, ist es daher ratsam, dass Sie sich das Bewegungsprogramm oder die Sportart suchen, die die meiste Freude bereitet.

Motivation kann durch viele Einflüsse sinken
Krisen überwinden
Auch mit der besten Motivationsstrategie können Krisen auftreten und der „innere Schweinehund“ gewinnt die Oberhand. Es ist normal sich manchmal schlapp und lustlos zu fühlen. In diesen Situationen sollten Sie sich Ihre persönlichen Motivationsquellen und Ihre bisherigen Erfolge ins Gedächtnis rufen. Solange Sie Ihren Kurs nicht radikal ändern, können Sie bisweilen auch Ausnahmen wie Süßes oder einen faulen Nachmittag zulassen. Entscheidend ist das richtige Maß.
Neue Reize setzen
Nicht die großen Veränderungen im Alltag, nicht die Einführung eines leistungsorientierten Sportprogramms und auch nicht der totale Verzicht auf alle Lieblingsspeisen führen zum erfolgreichen Umgang mit dem Typ-2-Diabetes. Vielmehr bewirken die vielen kleinen, kontinuierlich ausgeführten Schritte eine Verbesserung und damit gute Chancen für eine gesunde Zukunft. Zu den kleinen Schritten gehören regelmäßige Blutzuckermessungen, eine gesunde und ausgewogene Ernährung, Bewegung und das Einhalten der medikamentösen Therapie. Probieren Sie Neues und finden Sie attraktive Alternativen zu alten unliebsamen Gewohnheiten. Und, was ganz wichtig ist: Suchen Sie sich Verbündete. Machen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt, Ihre Lebensgefährtin oder Lebensgefährten und Ihre Freunde zu Partnern. Denn gemeinsam geht es leichter!
Denken Sie daran: Gemeinsam geht es leichter.








